Was wäre eine Kindheit ohne Farben? Der Connector Tuschkasten im Test: Leuchtkraft und durchdachtes Design

Als Kind habe ich mir am Schaufenster vom Faber-Castell-Laden die Nase platt gedrückt: Schatzkisten über Schatzkisten, voll mit den kostbarsten Instrumenten aller erdenklicher Farbnuancen, die versteckte Welten zum Leben erwecken. Ist ja klar, dass ich mit meiner Fast-Dreijährigen den Faber-Castell Farbkasten für Kinder ausprobieren musste.

Für meinen Test habe ich von duo schreib & spiel einen Faber-Castell Connector Tuschkasten und den CLIC&GO Wasserbecher bekommen. Sobald meine Tochter das Paket erblickte, gab es kein Halten mehr: „Wann machen wir Wasserfarben, wann machen wir Wasserfarben… Mama, Wasserfarben!!!“ (Sie hat im Moment die Tendenz, alles gefühlte 15-mal zu wiederholen).

Sie musste sich dann grausamerweise trotzdem gedulden, bis der kleine Bruder seinen Mittagsschlaf machte. Dafür durfte sie ihre Freundin, unsere 9-jährige Nachbarin, zum Malen einladen. Um die Sache etwas interessanter zu machen, habe ich ein paar Kartoffelstempel (Stern, Dreieck, Pilz) zurecht geschnitten und ein Schälchen mit grobem Salz auf den Tisch gestellt (für ein paar nette Effekte).

Dazu kamen drei Blätter DinA5 Aquarellpapier, Farbkasten, Pinsel, Wasserbecher. Und weil ich manchmal gerne fies bin, mussten die beiden dann noch warten, bis ich ein zufrieden stellendes Foto von ihnen im Kasten hatte. Und dann endlich, Pinsel ins Wasser, in die Farbe, aufs Papier. Freude.

Farben

Wir waren alle drei sofort in die Farben verliebt: Unglaublich leuchtend und in ihren Nuancen liebevoll zusammenstellt. Das Orange zum Beispiel, hat einen warmen, herbstlichen Ton, irgendwie zimtig. Das Rot ist ebenfalls toll, ein wenig rostig, aber doch intensiv-rot.

Das hat sogar die künstlerisch ambitionierte 9-Jährige bei uns am Tisch überzeugt: „Normalerweise nehme ich Aquarellfarben, wenn ich ein richtiges Bild malen will. Wasserfarben sind nur so zum Rummalen. Aber diese hier sind gut.“ Sie hat sich nach dem ersten Ausprobieren dann ein neues Blatt geben lassen, um noch ein „richtiges“ Bild zu malen. Leider ist das nicht mehr fertig geworden, weil ihre Mutter sie abholen kam. Eltern…

Pinsel

Der Pinsel zum Farbkasten (Clic & Go Pinsel Größe 10) war bei uns heiß umkämpft. Er liegt super in der Hand, ist weich und beweglich und eignet sich mit der breiten Seite für einen großflächigen Farbauftrag, aber ermöglicht mit der schmalen Seite erstaunlich filigrane Detailarbeit. Selbst meine Mini-Tochter kann super damit umgehen und den Spitzenschutz selbstständig hochschieben.

Design

Die Farbnäpfchen können individuell zusammengesteckt werden. Das ist super, wenn man einem Kind zeigen will, dass Blau mit Gelb gemischt Grün ergibt. Man klickt einfach die drei Farben aneinander und demonstriert das Wunderwerk. Und eine fast dreijährige Duplo-Liebhaberin kann es sich natürlich auch nicht nehmen lassen, aus den Farbbausteine Tiere zu bauen (na ja, hauptsächlich kam eine Schlange dabei heraus ;)).

Wasserbecher

Der CLIC&GO Wasserbecher wirkt simpel, ist aber ein durchdachter Helfer. Auch die 9-Jährige Künstlerin bei uns am Tisch nickte sofort anerkennend. Er ist stabil und lässt sich nur widerwillig umwerfen (meine Tochter hat es während unseres Testes nicht geschafft). Der gewellte Rand erleichtert gerade kleinen Kindern das Abstreifen des Pinsels. Was mir besonders gefällt: Wenn es ans Aufräumen geht, lässt sich der Becher mit einem Handgriff platzsparend zusammendrücken.

Fazit

Wir haben alle drei (2, 9, 32) einen einträchtigen Vormittag mit dem Faber-Castell Connector Tuschkasten verbracht - mit schön aufeinander abgestimmten, leuchtenden Farben und durchdachtem Design. Gerade wenn das Wetter demnächst schlechter wird, werden wir die neuen Sachen noch öfter rausholen.

2 Comments

  1. Conejo

    „Hase,….wie schaffst du es immer wieder aus zunächst alltäglichen Dingen,interessante Texte zu verfassen?! “
    Daumen hoch an meine lieblings Bloggerin aus dem ‚Center ‚!

  2. Pingback: Eure Testergebnisse: Wie gut ist der Faber-Castell Connector Farbkasten? – duo-Blog

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